Fränkischer Albverein Schwabach e.V.

Von Gräben geleitet zum Steinbrüchlein und nach Langwasser
Donnerstag, 09.07.2026
Wanderführer: Lisa/Roland Rikirsch, 11 km

Alle Bilder unter:

https://photos.app.goo.gl/W1FRiuJo1nzMR1zX8

Wir treffen uns am Bahnhof Reichelsdorf, ideales Wanderwetter. Die Temperaturen halten sich mit ca. 25 Grad auch in Grenzen, haben wir doch eine Wanderung vor uns, die uns fast ausschließlich durch schattige Wälder führt. Wir überqueren die Vorjurastraße und tauchen sofort in den Eichenwald ein. Der Eichenwaldgraben geleitet uns bis zum Main-Donau-Kanal, er macht seinem Namen alle Ehre, ist er doch nach der unerträglichen Hitze der vergangenen Tage nur noch ein Graben ohne jeglichen Wassertropfen. Den Kanal unterqueren wir quasi gemeinsam. Den Eichenwaldgraben sehen wir dabei nicht, er fließt eine Etage unter uns und tut dies hier auch ganz real, hat er doch auf der Pillenreuther Seite des Kanals tatsächlich Wasser. Hier bildet er im Folgenden die Grenze zwischen Pillenreuth und Weiherhaus/Herpersdorf. Kurz hinter der Bushaltestelle Pillenreuth schlüpfen wir wieder links in den Wald hinein und tangieren bei Königshof den Marthweg, den hier der Entengraben unterquert. Ein traumhaftes Steiglein mit kniehohem Gras führt uns von nun an am Entengraben entlang durch den Wald. Man spürt die Schritte kaum, federt der Boden doch bei jedem Tritt den wir setzen. Ein Künstler hat in einen abgesägten Baumstumpf ein Gesicht geschnitzt, seines, oder eines von uns? Wir treffen auf Grünpunkt und gelangen nach ca. 200 m an den alten Ludwig-Donau-Main-Kanal, den wir an der Schleuse 70 überqueren können. Nun sind wir im Lorenzer Reichswald. Am Wegesrand hoffe ich, die Breitblättrige Ständelwurz in voller Blüte vorzufinden. Leider sind tatsächlich nur noch einige wenige Blüten offen, den Rest hat wohl auch hier die Hitze dahingerafft, sie sind tiefbraun. Der Knauersberg mit 351 m ist die Herausforderung dieser Wanderung. Aus dem Nichts baut er sich urplötzlich vor uns auf. Ca. 25 Höhenmeter trotzt er uns ab. Erleichtert können wir danach bis zum Gasthaus am Steinbrüchlein regenerieren. Eine kleine Ehrenrunde durch die Relikte der ehemaligen Steinbrüche absolvieren wir noch, bevor wir uns den leiblichen Genüssen hingeben.
Gestärkt und erholt machen wir uns wieder auf den Weg. Jenseits der A73 tauchen wir in den fränkischen Steckerlaswald ein. Wir passieren den offensichtlich dauerhaft geschlossenen Biergarten am Zollhaus, bevor wir an der Zollhausquelle links abbiegen und in die Wohnsilos von Langwasser eintauchen um ab Langwasser Süd mit der U-Bahn unsere Heimreise anzutreten.

Text und Bilder: Roland Rikirsch

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