
Schöner hätte es nicht kommen können: Das Wetter war wie bestellt ideal zum Wandern: Kein Regen, lebhafter Wind und 20-25 °C! Und Wanderführer Schmauser hat geglaubt, er hätte sich optimal vorbereitet. Am Bahnhof warteten vier Frauen und drei Männer für die angekündigte Wanderung über 12 km bis zur Gerasmühle, meistens aus Eibach und Reichelsdorf. Zunächst galt es abzustimmen, ob man eine 10,5 km lange Strecke über Limbach entlang der Eisenbahn oder die längere und reizvollere Strecke über den Schwabacher Goldweg entlang der Schwabach und der Rednitz zum Bahnhof Katzwang gehen wollte. Alle waren für die längere und reizvollere Strecke. Vom Bahnhof rechts durch die Dreitorbrücke ins Schwabachtal bis zur …Mühle, dort links den Wald hinauf und weiter, bis man auf der anderen Seite des Waldes wieder auf die Wiese kommt. Nach der Hälfte der Durchquerung dieser stellten wir fest, dass der Wiese gewässert worden war. Und so haben wir alle nasse Schuhe bekommen. Was der guten Laune keinen Abbruch tat. Schmauser ahnte er nicht, dass auch im Schwabachtal gewässert wird. Bei der Goldschlägerei… ging es dann geradeaus in den reizvollen Teil durch den Urwald entlang der Schwabach unfallfrei bis ins Rednitztal. Dort erklärte uns Wolfgang Janeck die Bedeutung des europäischen Kulturgutes“ Wässerwiesen“ und dass diese nicht nur in Katzwang und Reichelsdorf existieren, sondern sich hinziehen bis Forchheim! Wolfgang Löw informierte unterwegs auch über die“ Perlenkette des Rednitztals“. Auf dem Feldweg entlang der Tales queren wir den Kappelbergsteig. Dort verließ uns Janeck schmalen Trampelpfad bis unterhalb des Bahnhofs Katzwang. Inzwischen waren wir 1 Stunde unterwegs und machten eine Trinkpause. Noch ein Stück auf der Straße weiter und dann rechts abbiegen ins Rednitztal.

Wanderführer Schmauser hatte sich beim Bauern Zimmermann erkundigt, ob denn auch wirklich am Samstag nicht gewässert wird. Das hat er zugesagt, weil er ja am Sonntag mähen wollte. Und so gingen wir mit gutem Gewissen über den Trampelpfad durch die Wiese. An sich sollte es dann geradeaus bis zur völlig verwilderten Rednitz gehen. Das – so erklärte uns Wolfgang Löw – sei es nicht mehr erlaubt, da man nicht durch die jetzigen Wiesen laufen dürfe. Also zurück und über den Feldweg am „Eisweiher“ vorbei bis zur Einmündung des Zwieselbachs. Gegen den Strom der Fußballer vom TSV Wolkersdorf links abbiegen. Hier verließen uns zwei Damen mit dem bemerken, sie würden ihr Auto abholen und wir träfen uns dann in der Gerasmühle wieder. Jetzt immer geradeaus durch den Wald entlang der Rednitz. Hier galt es seine Füße sorgfältig zu setzen und auch ab und zu den Kopf einzuziehen wegen umgestürzter Bäume bzw. über dieselben drüber klettern, weil sie nämlich nicht von irgendeiner öffentlichen Hand abgesägt waren. Eine weitere Trinkpause erwartete uns dann, als es an der rechten Seite des Tales bis Mühlhof weiterging. Dort findet man in der Schalkhauserstr. linkerhand das Reichelsdörfer Schlösschen. Löw meinte, dass wenn wir jetzt Zeit hätten, dann könnte er uns eine Führung durch das kleine Schloss vermitteln. Aber natürlich war das überhaupt nicht drin. Wir hatten es eilig, weil abzusehen war, dass wir sowieso nicht um 12:30 Uhr im Winzerhof erscheinen würden, sondern frühestens um 13:00 Uhr. Hier verabschiedeten sich die Löws, weil sie 300 m nachhause hatten. So waren wir nur noch drei, die auf der linken Seite des Tales bis zur Brücke unterwegs waren, um dann dort rechts nach Gerasmühle abzubiegen zum ersehnten Winzerhof. Schmauser wird das nächste Mal versuchen, auf der rechten Talseite zu wandern, das ist vielleicht kürzer und interessanter. Auf der Terrasse des Winzerhofs obten alle den Wanderführer, die interessante Strecke und das gute Wirtshausessen!