Fränkischer Albverein Schwabach e.V.

Endlich ist er fertig – der neue Wanderweg zwischen Gustenfelden-Schwabach-Katzwang Bhf. direkt durch unsere Heimatstadt Schwabach. Am Samstag, den 18.4.2026 wurde er mit einer Eröffnungswanderung eingeweiht.  Auch der Schwabacher Oberbürgermeister Peter Reiß begrüßte die teilnehmenden Wanderer des Fränkischen Albvereins Schwabach und deren Gäste. Unter ihnen waren der Präsident des Fränkischen Albvereins Bund, Ulrich Reinwald, und eine Wandergruppe des Fränkischen Albvereins Hersbruck.

Eigentlich eröffnet der Schwabachtal-Weg keine neuen Trassen, sondern folgt den bei Einheimischen bekannten Wegen. Dem Gastwanderer, der markierte Wanderwege als Ausgang für seine Wanderplanung nutzen möchte, erschließen sich damit aber neue Möglichkeiten. Verbindet er doch bekannte Wanderwege in Ost-West-Richtung, die sich vorrangig aus der Nürnberger Richtung kommend nach Süden ausrichten. Und genau das war der Gedanke unseres Mitgliedes und Wanderführers Erik Schmauser, der 2024 vorschlug, eine solche Ost-West-Verbindung als Wanderweg zu markieren. Wir griffen diesen Vorschlag auf und entwickelten ihn zusammen mit unserem Wegemeister Andy Schmidt weiter. Das Ergebnis stellten wir dann dem Schwabacher Oberbürgermeister vor, der sofort Gefallen an einem Wanderweg mitten durch Schwabach hatte und seine Unterstützung gab.

Unter Führung von Erik Schmauser startete die Wanderung in Nürnberg-Katzwang direkt am S-Bahnhof und führte dann in Richtung Limbach. Hier tangiert der Weg auch den Bethang-Wanderweg und setzt sich dann entlang der Wässerwiesen im Rednitztal fort, eine jahrhundertealte Kulturlandschaft als Form der Grünlandbewirtschaftung, die heute als immaterielles Kulturerbe geschützt ist. Martin Sauer, Mitglied des Schwabacher Stadtrates und Aktivist im Bund Naturschutz, gab uns eine lehrreiche Einführung in diese beeindruckende Naturlandschaft.

Nach etwa 1/3 der Wegstrecke erreicht man eine kleine Brücke zur Rennmühle, eine ehemalige Schwabacher Mahlmühle. Hier vereinigt sich der Schwabachtal-Weg mit einem Zweig des Jacobweges und Dr.-Fritz-Linnert-Weg (Blaustrich), um sich kurze Zeit später wieder von diesen zu trennen. Der Wanderweg tangiert nämlich nicht den örtlichen Bahnhof, sondern schlängelt sich direkt m Flüßchen Schwabach entlang durch die verkehrsberuhigte Innenstadt.

Zunächst ging es aber noch vorbei an der Rohrersmühle und weiter im herrlichen Schwabachwiesengrund bis unter der stattlichen Eisenbahnbrücke hindurch.

In Schwabach selbst kreuzt man auch den Lutherweg. Am Schwabacher Marktplatz trafen wir uns dann noch zu einem gemeinsamen Foto vor dem Schönen Brunnen und zur Einkehr im traditionsreichen Gasthaus „Stern“.

Der neue Wanderweg selbst folgt dann weiter der Schwabach bis zum Wegesende in Gustenfelden. Zur Eröffnung ließen wir es aber bei der Wegstrecke bis in die Schwabacher Innenstadt bewenden.

Markiert ist der Schwabachtal-Weg mit dem Gelbstrich, wohl auch in Anlehnung an die Stadt der Goldschläger. Vielleicht fühlte sich die Sonne auch geehrt durch den gelb-goldenen Wanderweg, denn sie begleitete uns auf der ganzen Strecke.

Es war eine gelungene Veranstaltung im Schwabacher Kultur- und Vereinsleben. Vielen Dank an alle Organisatoren und Beteiligten.

Henry Siggelkow

Vorstand Fränkischer Albverein Schwabach

Eröffnung „Schwabachtal Wanderweg“ am 18.04.2026

Für mich gab es den „Schwabachtal-Wanderweg“ eigentlich schon immer, wir sind ihn auch schon zigmal in allen Richtungen, zumindest in Teilstücken, gewandert. Eine Notwendigkeit, ihn durch Anbringen von Markierungsschildern zu veredeln hätte also für mich nicht bestanden.

Anders jedoch für unsere beiden Wanderführer Erik Schmauser und unseren damaligen Vorstand und Wanderführer Roman Niethammer. Sie hatten erkannt, dass die Ausweisung als markierten und zertifizierten Wanderweg einen ganz anderen Aufmerksamkeitsfaktor generiert, als einfach nur so als Trampelpfad. Also rannten sie bei allen erforderlichen Stellen die Türen ein und warben vehement für Ihr Vorhaben. Mit maximalem Erfolg, alle waren begeistert und die vorgesehene „Gelbstrich-Markierung“, ein diskrekter Hinweis auf die Goldschlägerstadt Schwabach, wurde durchgehend und konsequent auf der gesamten Route vorgenommen.

Und siehe da, es erhob sich eine Stimme aus dem Untergrund und beschwor den Untergang der schönsten und ältesten Bäume im Forstamtsbezirk der Stadt Schwabach durch die in Missachtung seiner Person angebrachten Wandermarkierungen. Wir schwören, alle üblichen Instanzen, die normalerweise in solchen Aktionen konsultiert werden müssen, in unsere Vorbereitungen einbezogen zu haben.

Um jedoch nicht zu riskieren, dass Menschen, Tiere und sonstige Wanderer zu Schaden kommen, weil sie durch die Überlastung der Bäume durch die Markierungsschilder eventuell Äste abwerfen, oder sogar umstürzen, oder sonstwie zu Tode kommen könnten, wurde ein einvernehmlicher Kompromiss gefunden. Die Markierungen wurden so angebracht, dass Radfahrer bequem auf teilweise asphaltierten Wegen von Katzwang nach Schwabach finden können. Für Wanderer gibt es ja nach wie vor noch die wunderschönen Wanderpfade entlang der Schwabach und zur Rößleinsmühle, die einem jeder Hundebesitzer gerne zeigen wird, weil er sie auch ohne Markierung täglich ein bis zweimal wandert.

Fazit: Die Einweihungswanderung war wunderschön, obwohl unser Wanderführer Erik Schmauser teilweise etwas orientierungslos wirkte. Er wusste allerdings schon vorher zu beschwichtigen, dass er ob seines gehobenen Alters möglicherweise auf jahrzehntelang eingeprägten Pfaden gezielt den Weg nach Schwabach finden werde.

Roland Rikirsch, Wanderreferent

Fränkischer Albverein Schwabach

Lieber Walter,
die Eröffnung des Schwabachtalwegs/Goldschlägerwegs war sicher ein Erfolg mit ca. 40 Teilnehmern. Von den angekündigten 15 aus Hersbruck erschienen zu deren Missvergnügen aber nur sieben.
Bei dem Wanderertempo habe ich mich schlicht und einfach nur an mein persönliches, normales Wandertempo gehalten. Das hat im Durchschnitt bei allen funktioniert.

Martin Sauer hat sich leider etwas zu ausführlich ausgelassen, aber das macht nichts.
Bis zu dem Punkt an den Wässerwiesen habe ich mich auch streng an die Markierung gehalten, weil diese ja unseren ursprünglichen Vorstellungen genau entsprach. Herzlichen Dank auch unserem Wegemarkierer!
Dann allerdings bin ich bewusst von den vom Stadtförster Klotz vorgegebenen Weg durch das Rednitztal (von dem wir schon genügend gesehen hatten) abgewichen und habe die von mir und Roland gewählte Route entlang der Schwabach gewählt. Das war ja der ursprüngliche Sinn, einen romantischen Weg durch einen quasi Urwald anbieten zu können.

Der nächste Knackpunkt war an der ersten Mühle, wo uns Klotz den ganzen Hang hinauf jagen wollte und wir dann oben auf der Straße laufen mussten durch das Gewerbegebiet. Das war so nicht vorgesehen. Es gibt von dem Hohlweg nach links eine kleine Abzweigung, die zwar sehr steil ist, aber wo man durch den Wald bis runter zu der Mühle kommt, um von dort aus zwar auch auf der Asphaltstraße, aber dafür an an der ehemaligen Kläranlage vorbei direkt die Fortsetzung zu dem Wanderweg im Schwabachtal findet.
Wiederum abgewichen bin ich von der städtischen Vorgabe, indem ich nicht bis oben den Hang hinaufgeklettert bin, sondern links abbog über den Wanderweg über den ja auch 1000 andere Leute im Jahr laufen.


Alternativ dazu gibt es im Wiesengrund auch noch einen Trampelpfad, der auch breit genug ist und offensichtlich ebenfalls von tausenden von Wanderern mit und ohne Genehmigung benutzt wird. Dieser ist noch attraktiver, weil kürzer und führt bis direkt unter die Schwabachtalbrücke. Von dort ist der Weg dann wieder klar.

Unser Bestreben muss sein, diesen Goldschläger Weg in der von uns vorgesehenen Weise neu auszuzeichnen, egal ob Herr Klotz dafür oder dagegen ist. Haftungsrechtliche Fragen kann es nicht geben, weil außer uns organisierten Wanderern ja auch Tausende von anderen auf dieser Strecke wandern und für die ja auch die Stadt keine Gewährleistung übernehmen kann.
Insider behaupten ja, dass Herr Klotz alle Wanderwege so breit aushauen lässt, damit er mit seinem Fahrzeug dorthin kommt. Wir Wanderer wollen aber nicht auf einer Fahrbahn wandern, sondern auf einem Wanderweg.

Die nächste Enttäuschung war dann die in den Mails angekündigte offizielle Begrüßung mit Sektempfang zur Einweihung des Wanderweges auf dem Marktplatz durch OB Reiß. Er war auf dem Marktplatz nirgends zu finden. So hast du, Walter, die Initiative ergriffen und uns in den Stern geführt. (Sorry lieber Erik, hat der Vorstand des FAV Schwababch gestrichen, die Kosten und kein Fachpersonal)

Ich habe dort drei Bedienungen nacheinander gefragt, wo denn für uns reserviert sei, und jede antwortete, ich sollte mich doch bei den Kollegen erkundigen! D.h. dass die Leitung des Sterns nicht in der Lage ist, sein Personal zu informieren, dass eine Gruppe von 40 Wanderern angekündigt untergebracht ist.

Als wir dann alle saßen, war eine Bedienung für 40 Gäste zuständig. Ich gebe ja zu, dass das gesamte Lokal ausgebucht war, aber auch das muss der Geschäftsführer ja schon Wochen vorher gewusst haben, denn schließlich war es ja ein Samstag mit schönem Wetter. Also hätte er noch mehr Personal anheuern müssen.

Ich hätte zwar gerne ein Schäufele gegessen, habe mir aber gesagt, dass das ziemlich lange dauert zum Vorbereiten und habe mich für einen Schweinebraten entschieden, dem man ja nur runterschneiden muss und den Kloß dazu tun. Mit dem Erfolg, dass die Schäufele früher da waren als der Schweinebraten.

Vielen Dank für die Einladung des FAV zu den Getränken!


Eric Deyerler hat unsere Wanderung komplett begleitet und seinen geschnittenen Bericht an verschiedene Fernsehanstalten und Publikationen weitergeleitet. Warten wir mal, was dabei herauskommt. 

Mit herzlichen Grüßen Erik M. Schmauser

Initiator und Wanderführer

Hallo nach Schwabach,

ich möchte mich – auch im Namen aller „Hersbrucker“, die an der Wanderung teilgenommen haben, und ganz besonders im Namen unseres Vorsitzenden Paul Layritz – herzlich bedanken, dass wir bei der Eröffnung des Schwabachtal-Wanderwegs dabei sein durften.

Es war eine wirklich schöne Tour mit vielen interessanten Informationen zu den Wässerwiesen im Schwabachtal und zur Geschichte der Stadt. Ein besonderer Dank gilt dem Stadtführer, der uns die Historie von Schwabach so „kurz und knackig“ nähergebracht hat.

Ebenso haben wir uns sehr über die Einladung zu den Getränken gefreut – das haben wir alle sehr genossen!

Schöne Grüße aus KiSiBa 

Horst Wieland

2. Vorsitzender FAV, Ortsgruppe Hersbruck
An der Schwärz 3
91241 Kirchensittenbach
Germany

Hallo Walter,

die Wanderung zur Eröffnung des Schwabachtalweges empfanden wir als rundum gelungene Veranstaltung unseres Wandervereins. Das Wetter passte, die Stimmung war fröhlich und es war auch ein schönes Naturerlebnis. Die Erläuterungen zu den Wässerwiesen von Herrn Sauer vom NABU Schwabach an dem letzten Wehr der Schwabach vor der Mündung in die Rednitz war eine prima Bereicherung unserer Wanderung. Insofern würden wir lieber beim Schwabach Talweg bleiben, weil er die durchwanderte Kulturlandschaft besser beschreibt.

Noch einmal an alle ein herzliches Dankeschön für die großartige Vorbereitung und Durchführung dieses schönes Events.

Viele Grüße

Beate und Gerd

Guten Morgen zusammen,

ich fand die Eröffnung sehr gelungen – dass der OB nicht mitlaufen wird war absehbar, aber verständlich, er hat als Familienvater ja auch noch anderes Programm an einem Samstag und ich kenne diesen Effekt auch aus anderen Bereichen:  Die Politiker sagen inzwischen bei allen Veranstaltungen zu, weil man niemanden verprellen möchte und kommen dann maximal für ein Foto.

Klar – bei der Vielzahl der Vereine / Firmen / Termine / Programme ist das auch nicht anders machbar in der heutigen Medienwelt.

Das Wetter war ein Traum – wenn man heute aus dem Fenster sieht hatten wir ein Riesen-Glück.

Die Resonanz war super – die Vorbereitungen ebenfalls- Herzlichen Dank an alle Beteiligten auch für die Erstellung des Banners.

Eine Bereicherung fand ich den Vortrag des Herrn vom Bund Naturschutz, weil man so auch noch ein paar Hintergründe erfahren hat. Mir war das Thema „Flussumkehr der Rednitz“ und das damit verbundene Entstehen der Wässerwiesen seit dem Schulunterricht auch nicht mehr präsent.

Und auf mich bezogen war es auch eine Premiere: In meiner „Amtszeit“ gab es bisher noch keine Wege-Eröffnung und ich vermute, dass aufgrund der angespannten Lage der Kommunen in nächster Zeit auch keine weiteren derartigen „neuen“ Wege folgen werden.

Insofern auch hier nochmals der Dank an alle Beteiligten im Namen des Fränkischen Albvereins insbesondere an Andy für die vielen Stunden, die er als „ausführendes Organ“ investiert hat.

Uli Reinwald

Präsident Fränkischer Albverein Bund

Hier findet Ihr Filme:

https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/die-gute-nachricht-des-tages-schwabachtalweg-eingeweiht

Hier die Fotos zur Eröffnung.

https://photos.app.goo.gl/qCkb5nGz44rBu8XR8

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