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Fünf Wanderfreundinnen, Isolde Haeckel, Lieselotte Kellinghaus, Krimhilde Kuhse, Brigitta Ott-Bauer und Gisela Pälloth waren erneut der Einladung von Beate und Gerd Wöhl gefolgt und haben sich auf Bayerwaldentdeckertour begeben.
Beate und Gerd kamen aus dem nahen Lohberg dazu, wo sie eine Ferienwohnung haben.
Zu unserer ersten Tour zum Einwandern trafen wir uns am Donnerstag um 14.00 Uhr am Gasthof Stöberl in Lam, unserer Unterkunft für das Wanderwochenende. Noch am Wochenende zuvor sah die Wettervorhersage gar nicht gut aus. Aber Petrus hatte wohl ein Einsehen und bescherte uns die Tage passables Wanderwetter, die Regenschauer hatte er auf die Nächte und Zeiten gelegt, wo wir im Trockenen waren. Wir starteten auf dem Panoramaweg „Rund um Lam“ Richtung Berghäusl mit Blick auf Arber, Osser und Hohen Bogen, diesmal aber zum Teil auf einem anderen Weg. Wenn man in Lam weilt, muss man die „Institution“ Café „Zum Sahneberg“ besucht haben und unsere Erwartungen wurden auch diesmal nicht enttäuscht …

Nach einem Begrüßungsschnaps, einem Heidelbeerlikör von der Bärwurzerei Drexler aus Arrach, ging es weiter durch den Wald über die Fürstenzeche und den Ortsteil Himmelreich zurück nach Lam, wo wir bereits von weitem die imposante Marktkirche von Lam sehen konnten. Der Abend klang im Gasthof Stöberl gemütlich aus.
Am Freitag war um 10.00 Uhr wieder Treffpunkt vor unserem Gasthof. Da noch Restschauer der letzten Nacht unterwegs waren, fuhren wir zuerst zum Drexlerhof in Arrach, wo wir das Bayerwald-Handwerkermuseum besucht haben. Es blieb auch noch etwas Zeit, um in der Bärwurzerei nach dem einen oder anderen Mitbringsel zu schauen. Von dort ging es weiter zum Wanderparkplatz vor der Kirche in Haibühl. Auf dem Wallfahrerweg (oder auch Wolfgangsweg) von Haibühl zum Kolmstein waren etwa 250 Höhenmeter zu überwinden. Oben angekommen hat man eine tolle Aussicht auch auf die andere Seite zur Wallfahrtskirche in Neukirchen beim Heiligen Blut und bis weit in das Böhmerland hinein. Nach der Besichtigung des Kolmsteiner Kirchleins folgte die Einkehr im Kolmsteiner Hof, wo es fantastischen Pfannkuchen mit Heidelbeeren gab.
Der Rückweg führte uns über die Höllhöhe, den Auhof und Ottenzell wieder nach Haibühl. Beim Auhof kam uns noch eine „Wandergruppe“ von 6 Gänsen mit lautem Gänsegeschrei entgegen. Wegen des Regens der letzten Zeit war der Weg mit seinen Steinen und Wurzeln doch recht anspruchsvoll. Bei strahlendem Sonnenschein in Haibühl angekommen, haben wir uns noch den interessanten neuen Kirchenbau angesehen, wo der alte Kirchturm aber erhalten blieb. Mit der Rückfahrt nach Lam ging ein sehr schöner Wandertag zu Ende.

Am Samstag war um 10.00 Uhr wieder Treffen am Gasthof. Heute ging es in die Urwälder im Nationalpark Bayerischer Wald. Nach ca. einer Dreiviertelstunde Fahrt über Brennes, vorbei an der Arber-Talstation und dem Großen Arbersee erreichten wir unseren Startpunkt Zwieslerwaldhaus.
Bei bestem Wanderwetter und in froher Stimmung folgten wir dem Wanderzeichen Siebenschläfer in die Urwaldrelikte Mittelsteighütte und Hans-Watzlik-Hain.
Entsprechend der Philosophie des ältesten Nationalpark Deutschlands, möglichst die Natur sich selbst zu überlassen, war das Wandern durch die Mischurwälder ein ganz besonderes Erlebnis. Das bedeutete aber auch, vor allem im Gebiet der Mittelsteighütte besondere Vorsicht wegen der vielen Wurzeln und Steine walten zu lassen. Die Aussicht auf eine Mittagsrast beflügelte dann unsere Schritte beim Anstieg zum urgemütlichen Schwellhäusl.
Gut gestärkt folgten wir nun dem Schwarzstorch am Schwellsteig entlang, ein alter Triftsteig aus der Zeit der Holzdrift. Schließlich ging es über das Brechhäuslau zurück zum Zwieslerwaldhaus. Auf der Rückfahrt machten wir noch einen Stopp an der auf ca. 1050 m hoch gelegenen Hindenburgkanzel, um die Aussicht auf den Lamer Winkel und die umliegenden Berge zu genießen.
Am Abend haben wir das Wanderwochenende im Gasthof Stöberl gemütlich ausklingen und das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen. Wir hatten in der Gruppe immer eine prima Stimmung und waren uns alle einig, dass der Lamer Winkel, eingerahmt von Arber und Osser, eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderregion ist. Aber auch der Ausflug in den nahen Nationalpark war ein weiterer Höhepunkt der Reise.
Der Sonntag war dann der Heimreise mit individuellen Unternehmungen vorbehalten. Isolde, Krimhilde, Lilo und Gisela nutzen die Gelegenheit, um bei bestem Wetter die Landesgartenschau im nahen Furth im Wald zu besuchen. Gitte fuhr am Vormittag mit dem Zug nach Hause, um am Nachmittag das Erlanger Poetenfest zu besuchen und Beate und Gerd schnürten noch einmal die Wanderstiefel für eine Wanderung von der Mooshütte zum Kleinen Arbersee (dort waren wir im letzten Jahr gemeinsam), weiter zum Sonnenfels und schließlich über Brennes zurück zur Mooshütte.
Geschrieben nebst Fotos von Gerd und Beate Wöhl.