Fränkischer Albverein Schwabach e.V.

++ Donnerstag 17.Juli 2025. Wanderung

Burgfarrnbach-Kanzelfelsen-Farrnbach ++

Eine genussvolle Tour durch den Fürther Stadtwald.

Der Fränkische Albverein Schwabach erlebte jüngst eine Wanderung, die nicht nur landschaftlich reizvoll war, sondern auch kulinarisch keine Wünsche offenließ. Unter der Führung unseres neuen Wanderführers, Helmut Loch, begaben wir uns auf eine abwechslungsreiche Tour, die von Burgfarrnbach durch den Fürther Stadtwald führte.

Am Startpunkt erwartete uns zunächst ein kleiner Anstieg in den Stadtwald, der uns auf die bevorstehende Wanderung einstimmte. Nach dieser ersten sportlichen Herausforderung führte unser Weg am Kanzelfelsen vorbei zur Waldschmiede. Wir durchwanderten einen herrlichen Mischwald, gesäumt von Buchen, Fichten und Tannen. Selbst Eschen und Farne säumten unseren Pfad und boten eine vielfältige Flora.

Leider mussten wir auf dem letzten Abschnitt des Vormittags etwas Tempo aufnehmen, denn unser Mittagsessen war pünktlich für 12:00 Uhr bestellt. Der Schinken- oder Schnitzelwirt in Hiltmannsdorf/Seukendorf hatte für den Fränkischen Albverein Schwabach Plätze reserviert – eine Notwendigkeit, wie sich herausstellen sollte, denn die Gaststube war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Rund 40 Essensgäste warteten gespannt auf ihre Verköstigung. Es war beeindruckend zu beobachten, wie eine einzige Bedienung die Bestellungen aufnahm und alle Gäste versorgte. Diese Frau kompensierte den Fachkräftemangel in der Gastronomie mit einer wahnsinnigen Leistung! Von der Bestellung bis zur Abrechnung lief alles hervorragend. Die anfängliche Hetze wurde jedoch reichlich belohnt: Viele Schnitzel, Salate und Braten, allesamt hervorragend zubereitet, ließen keine Wünsche offen. Dazu ein erfrischendes Weizen oder ein süffiges Kellerbier löschten den Durst, und so mancher Genießer rundete das Mahl mit einem Espresso ab. Die Preise, die uns hier geboten wurden, scheinen nur noch in Franken möglich zu sein – ein wahrer Genuss für den Gaumen und den Geldbeutel!

Nachdem sich alle Mitglieder des Fränkischen Albvereins Schwabach mit Speisen, Getränken und einem Espresso gestärkt hatten, stand der nächste Höhepunkt an: Ein verdauungsfördernder Schnaps! Die angebotenen Schnapsvariationen konnten sich durchaus mit denen eines Sternelokals messen. Leider setzte die Heimfahrt und der Zugfahrplan einer längeren Schnapsverköstigung ein Ende.

Der Fränkische Albverein Schwabach bedankt sich ganz herzlich bei Helmut Loch, unserem neuen Wanderführer, für diese wunderbar organisierte Wanderung durch den Fürther Stadtwald. Es war eine rundum gelungene Tour, die uns allen in bester Erinnerung bleiben wird.

Bericht: Gefüttert wurde der „Prompt“ vom Pressewart Walter Müller.

Mit dem Wetter hatten wir wahnsinniges Glück! Gott sei ist das Gewitter vorbeigezogen.

Dank Wikipedia, erfahren wir die Geschichte Burgfarrnbachs.

Der Ort war wohl ursprünglich ein Königshof. 903 wurde der Ort in einer Schenkungsurkunde des Königs Ludwig IV. an den Bischof Erchanbald von Eichstätt als „Varenbach“ erwähnt. Zur besseren Unterscheidung von DürrnfarrnbachUnterfarrnbach oder Kirchfarrnbach wurde der Ort zunächst „Obern Farhembach“ (1303) genannt, etwas später schließlich „Burchuarnbach“ (1343). Der Ortsname leitet sich vom Gewässernamen ab, dessen Bestimmungswort entweder Farn oder Farren ist und auf eine dementsprechende Eigenheit des Baches verweist.[6]

Es gab am Ort zwei Herrensitze: das Schloss Burgfarrnbach (Unterer Sitz) und den Oberen Sitz (um die heutige Regelsbacher Straße). Die Vogtei über Fürth mit Burg- und Unterfarrnbach lag beim Bamberger Domkapitel.

Die gute Laune ist bei uns immer dabei, aber was haben die Wanderer gesehen?

Im 14. und 15. Jahrhundert gehörten beide Sitze den Reichsministerialen von Külsheim. 1422 kam der Obere Sitz an die Volckamer, 1468 der Untere an die Paumgartner, 1478 an die Merkel-Nürnberger, 1514 an Michael Schneider aus Ansbach und anschließend an Hans Behaim. 1493 erhielten die Wolf von Wolfsthal durch Heirat mit einer Volckamer den Oberen Sitz, 1522 erwarben sie auch den Unteren Sitz, wo sie im selben Jahr mit dem Bau eines Wasserschlosses begannen. In der St. Johannis-Kirche sind zahlreiche Grabmale von ihnen erhalten. Die gesamte Ortsherrschaft kam 1605 an die von Crailsheim und 1615 an David Kresser. Ab 1711 hatten die Grafen von Pückler-Limpurg die Grundherrschaft inne, nachdem Karl Franz Pückler von Groditz die Erbin Cordula Freiin von Kresser geheiratet hatte. Die Pückler erbauten 1830–34 das heutige klassizistische Schloss.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Burgfarrnbach ca. 113 Anwesen.

Das Hochgericht übte die Herrschaft Burgfarrnbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das bambergische Dompropsteiamt Fürth und die Herrschaft Burgfarrnbach gemeinsam inne. Grundherren waren die Herrschaft Burgfarrnbach (Schloss mit Brauerei und Nebengebäuden, Fronveste, Meierei, 2 Höfe, 6 Halbhöfe, 4 Viertelhöfe, 2 Güter, 2 Gütlein, 45 Häuser, 16 Häuslein, 1 Wirtshaus, 1 Mühle, 1 Badhaus, 1 Hirtenhaus), das Dompropsteiamt Fürth (1 Hof, 8 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 7 Gütlein, 5 Häuser), die Reichsstadt NürnbergSpitalamt (2 Viertelhöfe), Landesalmosenamt (Kirche, Pfarrhaus, Schulhaus) und der Nürnberger Eigenherr von Pömer (1 Haus).[7]

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Burgfarrnbach gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth (1919 in Finanzamt Fürth umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 99 Anwesen dem Patrimonialgericht Burgfarrnbach.[8][9] Ab 1862 gehörte Burgfarrnbach zum Bezirksamt Fürth und zum Landgericht Fürth (1879 in Amtsgericht Fürth umbenannt). Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 8,837 km².[10]

Bilder von Roland Rikirsch und Walter Müller

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